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Der Countdown läuft: Warum der Cyber Resilience Act den Maschinenbau grundlegend verändert

Wer heute eine komplexe Industrieanlage oder eine robuste Serienmaschine konstruiert, investiert Monate in die mechanische Präzision, den optimalen Durchsatz und die Langlebigkeit der Komponenten. Doch eine der größten regulatorischen Herausforderungen für den Marktzugang in Europa dehnt sich ab 2026/2027 über das Amtsblatt der Europäischen Union aus.  

Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) und der damit harmonisierten Norm EN18031 macht die EU die Cybersicherheit von einer oft optional behandelten Kür zur gesetzlichen Pflicht für den Marktzugang digital vernetzter Produkte. 

Das Ende der „Sicherheits-Illusion“ 

Viele Jahre lang folgte die Fernwartung im Schaltschrank einem ungeschriebenen Gesetz: Der Maschinenbauer verbaute ein einfaches Mobilfunk-Gateway für den Zugriff im Gewährleistungsfall. Um die IT-Sicherheit, Firewalls und VPN-Tunnel sollte sich der Kunde oder dessen IT-Abteilung kümmern. Nach Inkrafttreten der vollen CRA-Anforderungen wird diese Aufteilung so nicht mehr haltbar sein. 

Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen – und dazu zählen vernetzte Maschinen im industriellen Umfeld – haften künftig über den vorgesehenen Lebenszyklus hinweg für die grundlegende IT-Sicherheit ihrer Geräte. Wer nach Ablauf der Übergangsfristen ein System ohne nachweisbare Cyber-Resistenz in Verkehr bringt, riskiert empfindliche Konsequenzen:  

  • Behördliche Bußgelder und im Ernstfall Vertriebsverbote für die betroffene Maschine im europäischen Binnenmarkt.  
  • Kostenintensive Nachrüstungen im Feld, die die Marge ganzer Baureihen belasten können.  
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Warum nachträgliche Software-Pflaster fehlschlagen

Sicherheit lässt sich nur schwer nachträglich auf unzureichend geschützte Alt-Hardware aufspielen. Wenn das fundamentale Betriebssystem eines Routers veraltet ist oder der Prozessor keine kryptografischen Schlüssel in einer gehärteten Hardware-Umgebung verarbeiten kann, stoßen reine Software-VPNs schnell an ihre Grenzen.  

Für den Maschinenbau bedeutet das: Konstruktions- und Engineering-Verantwortliche müssen rechtzeitig handeln. Jede Maschine, die in Serie geht, sollte „Cybersecurity-ready“ konzipiert sein. 

Die Lösung: Digitale Souveränität im Schaltschrank

Um den neuen Anforderungen ohne explodierende Entwicklungskosten zu begegnen, setzen zukunftsorientierte Hersteller auf standardisierte, industriell gehärtete Kommunikationsplattformen. Gateways, die auf modernen Linux-Derivaten wie OpenWRT basieren und durch flexible Flottenmanagement-Systeme administriert werden können, nehmen Maschinenbauern erhebliche regulatorische und technische Last von den Schultern. Sie unterstützen Hersteller dabei, die anspruchsvollen EU-Vorgaben bezüglich automatisierter Sicherheits-Updates und Verschlüsselung effizient umzusetzen.  

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